Es ist angerichtet

"Es ist angerichtet" schwafelt der Fußball-Reporter begeistert beim Anpfiff und freut sich, dass er nun mindestens 90 Minuten Zeit hat, ohne Widerrede sein gesammeltes Dummdeutsch, unpassende Bilder sowie allerhand Floskeln und Alltagsgeschwätz in den Hirnen seiner Zuhörer zu  verankern.

 

"Es ist angerichtet", jubelt er - wenn der Stürmer "ein Stück weit" im Abseits steht, während der Regisseur ihm den Ball passenderweise "durchgesteckt" hat, damit er ihn "einnetzen" kann. Dann ist es eigentlich auch egal, ob der Innenverteidiger "noch Vertrag" hat, oder, der "Sechser" im Spiel dermaßen "Gas gegeben" hat, dass "die Luft brennt". Hoffentlich ist seine Mannschaft dann wenigstens schon "auf Betriebstemperatur". Und schließlich darf nicht versäumt werden, die eine oder andere wortwörtlich übersetzte englische Redewendung einzubauen, damit der Reporter "am Ende des Tages", zur Not auch, wenn noch zehn Minuten "zu gehen sind", "der Druck aus dem Kessel" entweichen und der berufsfröhliche Dampfplauderer zur verbalen "Schlussoffensive" ansetzen kann. Am Ende heißt es, egal wie es ausgeht: "Mund abputzen und weitermachen" - fürchte ich.

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